AC102

AC102: Ein neuartiger Wirkstoffkandidat gegen Hörsturz

Der führende Wirkstoffkandidat von AudioCure trägt den Namen AC102. AudioCure entwickelt den Wirkstoff AC102 im ersten Schritt für die Behandlung des Hörsturz, für den es keine zugelassenen Therapien gibt.

Die Wirkung von AC102 wurde bei einer Reihe von Modellen für Ohrerkrankungen eingehend untersucht. Bei einem Modell des Hörverlusts führte eine einmalige Anwendung von AC102 nach dem Hörverlust zu einer weitreichenden Wiederherstellung des Hörvermögens, oft auf ein nahezu normales Niveau. Wie unabhängige akademische Forschungsgruppen gezeigt haben, zeigt sich die positive Wirkung von AC102 auch in anderen Erkrankungsmodellen für Tinnitus und Elektrodenimplantat-Trauma.

Wie wirkt AC102?

Plötzlicher Hörverlust geht mit einer Schädigung der empfindlichen Strukturen im Innenohr einher, die für den normalen Hörvorgang entscheidend sind. AC102 zeigte in Modellen für Hörstörungen sein Potenzial, die Schädigung der Sinneshaarzellen und ihrer Verbindungen zum Hörnerv zu minimieren. Um die Wirksamkeit zu maximieren, ist AC102 in einem speziellen Gel formuliert. Dieses wird lokal in das Mittelohr eingebracht, wodurch die Wirksamkeit in der Zielregion maximiert und gleichzeitig die Nebenwirkungen minimiert werden. Hierdurch reicht eine einzige Anwendung von AC102 aus, um seine therapeutische Wirkung zu entfalten.

AC102 verhindert das Absterben von Haarsinneszellen und stellt die Verbindungen zwischen dem Innenohr und dem Gehirn wieder her

Die Sinneszellen im Innenohr (Haarzellen) dienen als Schallverstärker und leiten Schallsignale über den Hörnerv an das Gehirn weiter. Das Absterben von Haarzellen und der Verlust ihrer synaptischen Verbindungen ist die Hauptursache für den Hörsturz. Dies führt zu Problemen bei der Wahrnehmung von Geräuschen und dem Verstehen von Gesprächen.

In Modellen von Hörstörungen schützt und regeneriert AC102 die Haarzellen und die synaptischen Verbindungen zum Hörnerv (Abbildung 1B). Außerdem verhindert AC102 den Verlust und die fehlerhafte Organisation der Hörnervenfasern. Auf diese Weise hält AC102 die Kommunikation zwischen dem Ohr und dem Gehirn aufrecht, welche für das Hören unerlässlich ist.

AC102 übertrifft Glukokortikoid-Behandlung im präklinischen Modell für Hörverlust

In den klinischen Leitlinien wird häufig der Einsatz von Glukokortikoiden zur Behandlung von Hörsturz empfohlen. Glukokortikoide werden häufig aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung eingesetzt. Dieser Ansatz kann jedoch einige der Veränderungen übersehen, die einem Hörsturz zugrunde liegen. Es gibt leider nur schwache Belege dafür, dass dieser Behandlungsstandard zu einem klinisch relevanten Erfolg für den Patienten führt:x

Die Behandlung mit Kortikosteroiden ist eine der wenigen Behandlungsmöglichkeiten, für die es Daten zur Wirksamkeit gibt, auch wenn selbst diese Daten nicht eindeutig sind.

Als wir AC102 mit oralen Steroiden in einem Modell für Hörverlust verglichen haben, führten die Steroide nur zu einer geringfügigen Verbesserung der Hörfunktion und der Wiederherstellung der synaptischen Verbindungen zwischen den Haarzellen und den Nervenfasern. Im gleichen Modell stellte eine einmalige AC102-Behandlung sowohl das Gehör selbst als auch die synaptischen Verbindungen innerhalb weniger Wochen nahezu komplett wieder her.

Unsere Vision ist es, diese Therapie in Zusammenarbeit mit den medizinischen Einrichtungen den Patienten zur Verfügung zu stellen und das Leben derer, die an dieser Krankheit leiden, entscheidend zu verbessern.

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References

  1. Clinical Practice Guideline: Sudden Hearing Loss (Update). (2019), Chandrasekhar et al., Otolaryngol Head Neck Surg., Aug;161(1_suppl):S1-S45

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